star logo
2017 09 fake 87406.09.2017 – Es muss immer alles schnell gehen. Zeitungen buhlen um die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser. Wer zuerst über die neueste Sensation berichtet, gewinnt den Wettlauf.
Wenn über ein Ereignis berichtet wird, bleibt oft wenig Zeit für eine gründliche Recherche – denn es muss schnell gehen, am besten ist die Story schon veröffentlicht, noch bevor die Konkurrenz davon Wind bekommt. Oftmals wird dabei auch einfach vom Schnellsten abgeschrieben – ohne überhaupt zu überprüfen, ob die Information der Wahrheit entspricht. Das ist der Entstehungsweg von "Fake News". Einmal im Netz, folgt eine unkontrollierte Verbreitung über Social-Bots. Je emotionaler und moralischer die Wortwahl, desto rascher die Verbreitung.

Es gehört jedoch zur Sorgfaltspflicht von Medien solche Geschichten zu prüfen. Denn Glaubwürdigkeit ist unser größtes Kapital. Doch Zeit kostet Geld. Geld, das in vielen Medienhäusern zunehmend knapp wird.

Immer schneller
Es ist aber nicht der eigentliche Journalismus, der immer schneller wird, sondern die technisch beschleunigten Medien wie das Internet. Der Journalismus unterwirft sich diesem Geschwindigkeitshype nur. Dadurch gerät er oft in einen Wertekonflikt: Schnelligkeit oder Richtigkeit. Wir, bei Starmühler, sind darauf bedacht sowohl schnell, als auch richtig zu arbeiten. Unsere Überzeugung entspricht dem journalistischen Grundsatz:
  1. Relevanz der Information für unsere Leser beurteilen
  2. Vertrauenswürdige Quellen suchen
  3. Fakten sammeln und zusammenfassen
  4. Gegencheck und Fakten verifizieren
  5. Informationen zielgruppengerecht aufbereiten
Heute gibt es bereits Versuche, eine gewisse Entschleunigung einzuleiten. „Slow Media“ heißt der Kampfbegriff, der den nachhaltigen Journalismus fördern soll: Tiefgehende Recherchen, fundierte Analysen und Zusammenhänge sowie mehr Zeit beim Lesen sind essentielle Bestandteile des guten Journalismus.

Foto: Pixabay
Alles rund um das Thema Content Marketing.
Melden Sie sich jetzt zu unserem Newsletter an!