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18.05.2016 – Texte ohne Bilder sind einfach langweilig und werden nicht gelesen. Aber was kann man tun, wenn die verfügbaren Bilder unscharf, unpassend oder schlicht und einfach hässlich sind?

Fotos mit roten Augen, leichter Unschärfe oder schlecht abgestimmten Farben – das ist Grafikeralltag. Man seufzt kurz, korrigiert und denkt nicht weiter darüber nach. Aber dann gibt es noch die wirklich schweren Fälle. Manche Bilder passen nicht zum Thema. Sie sind beim besten Willen nicht gut genug aufgelöst. Das Motiv ist aus einer unbrauchbaren Perspektive fotografiert oder unglücklich beschnitten. Oder Menschen stehen so unglücklich aufgereiht, dass die Gruppe wirkt, als würden alle einander hassen. Und dann gibt es – wie oft bei rechtlichen Inhalten oder abstrakten Erörterungen – sperrige Texte, zu denen es beim besten Willen keine authentischen Bilder gibt. Nicht immer sind die Zeit, die Möglichkeit und das Budget für eigene Fotoshootings vorhanden. Retten kann hier manchmal der Erfindungsgeist der Grafiker.

Den Hintergrund ausschneiden
Wenn der Hintergrund eine Bildkomposition stört, kann man ihn entfernen. Das kann Unschärfe verstecken und ein Bild ruhiger wirken lassen. Dafür ist ein geübter Umgang mit Bildbearbeitungsprogrammen wichtig, sonst wirkt das schnell billig.




Den perfekten Ausschnitt wählen
Bilder von realen Menschen kann man nicht einfach gegen andere austauschen. Aber gerade von „echten“ Menschen stehen oft nur wenig professionelle Aufnahmen zur Verfügung. Hier kann der richtige Ausschnitt einen großen Unterschied machen. Seitlich „angeschnitten“ wirken Gesichter schmäler.


Die Farbe reduzieren

Ist die Bildqualität oder -größe schlecht, kann man das Foto schwarzweiß in das Layout integrieren. Das versteckt einiges an Unschärfe und nimmt das Bild im Gesamtlayout etwas zurück. Durch die schwarzweiß-Färbung auch anderer Fotos wird der Gesamteindruck homogener.




Ein gutes Sujetbild finden
Ohne wirklich gute Bilder geht nichts. Daher ist es oft sinnvoll, die Wertigkeit des verfügbaren Bildmaterials im Layout zu verschieben, schlechtere Bilder reiht man einfach hinter die besseren. Stehen nur ein paar wenige nicht sehr ansprechende Bilder zur Verfügung oder sind die Bilder unscharf und schlecht fotografiert, kann man starke, passende Bilder online in einer Bildagentur suchen.




Mit grafischen Mitteln illustrieren
Zu manchen Texten gibt es einfach kein Bild. Einen neuen Motor, der nur als Projekt existiert, kann man nun mal nicht abbilden. Eine Idee ist nicht leicht zu zeigen. Gesetzestexte sind oft zu abstrakt für ein einzelnes Bild. Jedes Motiv, das das Thema „Vernetzung“ symbolisert, wurde schon hunderte Male verwendet. Natürlich kann man für alles einen Illustrator heranziehen. Nur auch da braucht man eine zündende Idee, WAS man darstellen lassen will. Kreative Grafiker erzeugen mit einfachen Mitteln tolle Wirkungen. Buchstaben und Zahlen, Formen, Farbflächen, Linien oder Piktogramme können Bilder in einem Layout teilweise oder auch ganz ersetzen.




Nach dem besten streben – nach der Decke strecken

Auch wenn es manchmal Bilder gibt, die nicht zu retten sind – es gibt keinen Inhalt, der zwingend zur „Textwüste“ werden muss. Es gibt immer irgendeine gute Lösung. Trotzdem sollte man nicht vergessen: Das beste Bild ist und bleibt aber das gut fotografierte authentische Foto, bei dem das Motiv ästhetisch und spannend inszeniert ist.


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