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Wer sich mit seinen Druckprodukten wirklich von der Masse abheben will, landet automatisch beim Thema Oberflächenveredelung. Dabei spielt es keine Rolle, ob Eleganz, Witz oder Funktion im Vordergrund stehen.
Durch Veredelung mit speziellen Effekten kann bedrucktem Papier ein interessantes Erscheinungsbild verliehen und das Produkt aufgewertet werden. Dafür stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung – von Glanz über haptische Effekte (Struktur, Prägungen, Lacke mit an andere Materialien erinnererndem Griff usw.) über Schmuckfarben bis zu Duft- oder Rubbellack.

Was muss man beachten?
Veredelungen sprechen Emotionen an. In einem ersten Schritt sollte man daher genau definieren, welche Wirkung man erzielen will. Das bestimmt den Einsatz der Mittel (z.B. wirken Neonfarben jung und witzig, während Glanzeffekte einerseits für den eleganten Bereich reserviert sind, aber auch gut zu technischen Themen passen).
Es gibt mehr Veredelungsmöglichkeiten, als man sich vorstellen kann. Bei der Planung ist es daher hilfreich, sich bei Profis umzusehen und sich beraten zu lassen. Einer der wichtigsten Veredler Österreichs ist Simsa in Wien (viele Beispiele und Veredelungsideen findet man unter www.simsa.at).

Wichtig ist auch, dass man Veredelungen bereits beim Layout einplant. Erfahrene Grafiker wissen, wie sie die Druckdaten so abspeichern, dass der Veredler weiß, was er an welcher Stelle bearbeiten muss.
Last but not least muss man sich bei der Zeitplanung bewusst sein, dass veredelte Produkte mehr Produktionszeit benötigen als die reine Druckzeit. Das liegt an den zusätzlichen Arbeitsgängen und daran, dass die wenigsten Druckereien im eigenen Unternehmen veredeln können.
Sind alle diese Schritte getan, steht einem wahrlich "edlen" Produkt, das gebührend Furore macht, nichts mehr im Weg.

Was glänzt denn da?
Ein golden glitzernder Zeitungstitel, silbern schimmerndes Logo (am besten als Relief aus dem Untergrund hervortretend), ein metallisch schimmerndes Bild – Glanz ist en vogue. Am stärksten und schönsten erzielt man glänzende Effekte mit Folienprägung. Dabei wird mittels eines Prägestempels unter Hitze und Druck echtes Metall auf den Bedruckstoff aufgeschmolzen.
Neben der klassischen Gold- oder Silberprägung können auch die Bunttöne und fälschungssichere Hologrammeffekte geprägt werden. Folienprägung ist auf beinahe allen bedruckbaren Flächen möglich - von Papier oder Karton über cellophaniertes Material bis zu diversen Kunststoffen. Besonders elegant wirkt es, wenn die Prägung zusätzlich mit Strukturen versehen wird.

Wehrhafte Edelmetalle
Wussten Sie übrigens, dass sich Gold und Silber gegen den Vierfarbdruck "wehren"? Jeder Versuch, z. B. Gold aus vier Farben zu mischen, scheitert in einem unansehnlichen Braunton. Gold und Silber können nur als fertig gemischte fünfte Farbe gedruckt werden. Im Offsetdruck geht das im gleichen Durchgang wie der restliche Druck. Gold und Silber als Farbe haben aber nie den hohen Glanz einer Folienprägung. Beim Digitaldruck, der oft bei kleinen Auflagen zum Einsatz kommt, muss auf goldene oder silberne Farbe gänzlich verzichtet werden. Hier stößt dieses Druckverfahren, bei dem eine fünfte Farbe nicht möglich ist, an seine technischen Grenzen.


Auf einen Blick - die wichtigsten Druckveredelungen

Stift AdmontBlindprägung Darunter versteht man das Einprägen von Mustern, Motiven oder Schriften ohne Farbe oder gold. Geprägt kann in unterschiedlichen Abstufungen werden: von ein- oder mehrstufig bis zum verlaufenden Relief. Ein Prägung kann erhöht (Hochprägung) oder vertieft sein (Tiefprägung).

Folienkaschierung Eine Folie aus Kunststoff wird flächig mit dem Druckbogen verklebt. Das schützt gegen Abrieb, Schmutz oder Feuchtigkeit. Meist verwendet man matte oder glänzende transparente Folien (umgangssprachlich oft Matt- oder Glanzcello genannt). Die Kaschierung mit geprägten, metallischen oder holografischen Folien ermöglicht beeindruckende optische Effekte.

Folienprägung Echtes Metall wird auf den Bedruckstoff aufgeschmolzen. Durch die Hitze und den Druck wird das Bedruckstoff zusätzlich geglättet und es entsteht ein hoher metallischer Glanz. Es kann fast jedes beliebige Motiv geprägt werden, sowohl flach als auch dreidimensional erhaben.

Schmuckfarben Beim Druck wird neben den üblichen vier noch eine fünfte Farbe aufgetragen. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt: Es gibt u.a. Neonfarben, Metallic-Lacke, Duft- und Rubbellacke.

UV-Lack ist eine hochglänzende Glanzlackbeschichtung. Durch ein partielles Aufbringen können einzelne Bildelemente hervorgehoben werden. Besonders empfehlenswert ist die deckungsgleich Kombination mit einer Hochprägung. Durch die Lichtreflexion des UV-Lacks wirkt die Hochprägung plastischer.
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