star logo

Druckformate Im digitalen Zeitalter trifft Printprodukte eine neue Qualität: Sie fallen auf. Wenn es um die Formate von Zeitungen und Drucksorten geht, gibt es kein eindeutiges Erfolgsrezept. Wichtig ist vor allem, dass Format, Inhalt und Verwendungszweck  zusammenpassen.

Unhandlichkeit hat bei Tageszeitungen mit hohem Niveau Tradition, Kleinformate stehen für das tägliche „Zeitungs-Fast-Food“. Das ist ein Musterbeispiel dafür, wie stark Formate Image transportieren – und  beweist zugleich, wie wichtig die Größe für den Erfolg eines Printprodukts ist. Doch wie findet man das ideale Format? Hier die wichtigsten Kriterien auf einen Blick:


Der Eindruck
DIN-Formate passen in die meisten Ordner und Regale und sind gut zu versenden. Sie sind im Druck meist am günstigsten, weil sie die Druckbögen am besten ausnutzen. Ihr Nachteil: Sie sind „das Normale“, heben sich nicht ab. Kann man etwas tun, um nicht auf die praktischen Vorteile des DIN-Formats zu verzichten und doch einen individuelleren Eindruck zu hinterlassen? Ja, oft genügen schon minimale Formatveränderungen, damit ein Produkt wesentlich spannender wirkt. Ein Zentimeter weniger in der Höhe und/oder einer mehr in der Breite machen hier oft viel aus. Zeitschriften, die bei der Formatwahl auf den Aboversand Rücksicht nehmen müssen und doch auffallen wollen, nutzen diesen Effekt: Viele Hochglanzmagazine sind etwas weniger hoch als A4, manche davon allerdings ein wenig breiter.


Der Verwendungszweck
Quadratisch, quer, abgerundete Ecken, ausgestanzte Formen, raffinierte Falzungen – am meisten Aufmerksamkeit erregt man mit Formaten außerhalb der Norm.  Besonders wenn man sich entschließt, gleichwertige Produkte, z. B. alle Einladungen zu einem bestimmten Thema, immer im gleichen Format zu produzieren, entsteht schnell eine unverwechselbare Werbelinie.


Technik & Kosten
Ausgefallene Formate benötigen  Stanzungen oder spezielle Papiergrößen. Man kann jedoch mit kleinen Formatanpassungen viel Geld sparen. Eine  Verkleinerung ermöglicht manchmal ein kostengünstigeres Druckverfahren. Oder ein paar Seiten weniger reduzieren das Gewicht so stark, dass das Produkt beim Versand in eine günstigere Portoklasse fällt.


Gefällig gefaltet
Originelle Falzungen geben einem Printprodukt eine besondere Note. Zum Beispiel wirkt Altarfalz immer als Blickfang – und das bei gleichen Papierkosten wie ein einfach in der Mitte gefaltetes Blatt gleicher Größe.
Falzungen sind aber auch eine große Hilfe bei der Gliederung von Inhalten. So kann Leporellofalz (mehrere Seiten im Zickzack gefaltet) sehr gut eingesetzt werden, wenn man Inhalte unterschiedlicher Kategorien transportieren möchte; z. B.: Von einer Seite gelesen ist der Text deutsch, von der anderen in einer anderen Sprache (besonders originell wirkt bei diesem Format eine verkürzte 1. Seite).
Bei Wickelfalz (drei aneinandergereihte Blätter, eines davon ist hinter dem Cover eingeschlagen) finden auf dem eingeschlagenen Blatt Feedback-Elemente (Antwort- bzw. Gewinnkarten u. ä.) ihren perfekten Platz – vielleicht sogar mit einer Perforierung zum Abtrennen.


Geschickt verschickt
Rein ins Kuvert und ab in den Briefkasten. Was bei einem Brief so unspektakulär abläuft, muss bei Aus­sendungen gut geplant werden. Kuverts gibt es für alle gängigen DIN-Formate und auch für Überformate. Diese sind etwa 2 cm breiter und ca 3 cm höher als das Normformat. Man braucht sie nicht nur, wenn eine Sendung ein bisschen größer als das DIN-Format ist. Auch wenn man z. B. einen umfangreichen A4-Jahresbericht versenden möchte, wird es in einem C4-Kuvert, wie man es normalerweise für A4 verwendet, eng. Will man schon mit dem Kuvert einer Sendung Aufsehen erregen, kann man auf serienmäßig erhältliche Varianten wie transparentes, färbiges oder strukturiertes Papier zurückgreifen. Natürlich kann man Kuverts in allen beliebigen Sonderformaten anfertigen lassen. Jedoch muss man dabei nicht nur mit höheren Kosten, sondern auch mit langen Lieferzeiten rechnen.


Immer eine Überlegung wert ist die Frage, ob man überhaupt ein Kuvert benötigt. Schließlich könnte man Sendungen auch unverpackt (verschlossen mit einem Klebepunkt oder einer Banderole) oder in Cellophan eingeschweißt verschicken. Leichter auszupacken, aber um einiges teurer im Handling, sind Top-Verschluss-Säcke. Das sind Cellophantaschen (gibt es in den gängigen DIN-Formaten), die an der Breitseite eine Lasche haben, die wie ein Kuvert zugeklebt und auch leicht geöffnet werden kann. Ist alles verpackt, geht es ab auf die Post. Hier stellt sich  die Frage: Günstig als Massensendung (bis zu einer Woche Zustellzeit – Retouren an den Absender sind kostenpflichtig. Der Vermerk „Österreichische Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt“ muss auf der Sendung angebracht werden) oder – wesentlich teurer, aber am schnellsten beim Adressaten – Versendung als Brief.
Alles rund um das Thema Content Marketing.
Melden Sie sich jetzt zu unserem Newsletter an!