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20.01.2015 - Kundenmagazin Sie wollen ein Kundenmagazin, wissen aber nicht so recht, wie Sie damit beginnen sollen? Hier finden Sie Antworten auf zehn wichtige Fragen, die Sie bei der Planung weiterbringen.

1. Für wen mache ich mein Kundenmagazin?
Diese Fragen sollten Sie unbedingt klären, bevor Sie mit der Planung der Zeitung beginnen: Wen möchten Sie ansprechen? Sind Ihre potenziellen Kunden alle aus ähnlichen Branchen? Oder wäre es besser, mehrere auf verschiedene Zielgruppen abgestimmte Varianten Ihrer Zeitung zu machen? Wollen Sie Ihre Informationen breit streuen oder lieber einen ausgewählten Kreis punktgenau ansprechen?

2. Habe ich die richtigen Adressen?
Haben Sie eine gut gewartete und aktuelle Adress­datei? Diese ist die Grundvoraussetzung dafür, dass die Zeitung auch die richtigen Leser erreicht. Sie wollen ja sicher nicht in hunderten Retoursendungen „ersticken“. Außerdem muss nicht nur die Adresse, sondern auch der Ansprechpartner stimmen. Landet Ihre Zeitung nicht sofort bei der richtigen Person, geht sie leicht verloren.

3. Wie finde ich Themen?
Sie meinen, bei Ihnen gibt es nichts Neues? Macht nichts! Fachartikel werden ohnehin lieber gelesen als reine Produkt­informationen und Werbetexte. Sind Sie z. B. ein Hersteller von Alarmanlagen? Dann interessieren sich Ihre Kunden sicher sehr für einen Bericht über Sicherheit im Haus. Man kann ein Thema auch mehrmals unter verschiedenen Blickwin­keln prä­sentieren. Den Mög­lich­kei­ten, einen In­halt neu und span­­nend auf­zubereiten,­ sin­d kaum Grenzen gesetzt.

4. Welchen Umfang soll meine Zeitung haben?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Lieber etwas dünner, dafür aber öfter und spannend vom Anfang bis zum Schluss. Aus drucktechnischen Gründen muss der Umfang jedenfalls immer durch vier, besser noch durch acht, teilbar sein.

5. Wie komme ich zu Texten?
Große Unternehmen haben eigene Inhouse-Redakteure. Wenn das in Ihrem Betrieb nicht in Frage kommt, können Sie Fachredakteure beauftragen oder Ihre Texte bei der betreuenden Agentur erstellen lassen. Letzteres hat mehrere Vorteile: Man kennt durch die laufende Zusammenarbeit Ihr Unternehmen und vertritt Ihre Anliegen besser als wechselnde Autoren. Der „Blick von außen“ bringt andererseits auch oft Facetten eines Themas zu Tage, die sich Insidern nicht erschließen, weil sie „zu nah dran“ sind.



6. Was ist bei der Wahl des Formats zu beachten?
Für Zeitungen und Magazine gibt es klassische Formate. DIN-Formate werden bevorzugt, weil sie den Druckbogen gut ausnützen. Auch im Versand sind sie am einfachsten zu handhaben. Eine A4-Zeitung ist gut in Normkuverts zu versenden, ein Brief lässt sich ungefaltet beilegen usw.
Es gibt allerdings die Möglichkeit, „normalen“ Fomaten Spannung zu verleihen, indem man sie – ähnlich dem „Starmühler‘s“ – ein wenig breiter oder etwas weniger hoch anlegt als das klassische DIN-Format.

7. Welches Papier passt?
Hochwertige Papiersorten zeigen Exklu­sivität. Sachlicher wir­ken klassische Maga­zin­­papiere (viele der gängigsten finden sich in Druckofferten unter dem Sammelbegriff „Bi­l­­derdruck-Papier“). Auch die Grammatur, die Pa­­­­pier­stärke, transportiert Image. „Normale“ Ma­­ga­­zin­e ­­­ verwenden meist Papierstärken zwischen 90 und 135 g/m2­. Ist der Umschlag stärker als der Innenteil, wird der „Magazincharakter“ des Hefts unterstrichen. Bei Zeitungen mit höherem Umfang sollte der Umschlag jedenfalls stärker als der Kern sein. Zusätzlich können Veredelungen wie glänzende Oberflächen und Folienprägungen interessante Effekte erzeugen.

8. Wie komme ich zu einem Druckpreis?
Es ist ratsam, mehrere Druckofferte einzuholen. Welche Art von Druckerei man dafür wählt, hat viel mit der Auflage und dem Umfang der Zeitung zu tun. Zwar hängt die Drucktechnik auch von anderen Faktoren ab, aber als Faustregel kann man sagen: Der Druck von dünnen Zeitungen mit kleinem Umfang ist bis zu einer Auflage von 500 Stück im Digitaldruck am günstigsten. Größere Auflagen sind besser im Offsetdruck aufgehoben. Bei mehr als 20.000 Exemplaren ist Rollendruck zu empfehlen.

9. Wer übernimmt die Druckabwicklung?
Nachdem es nicht gerade leicht ist, sich im Dschungel der Drucktechnik zurechtzufinden, ist  es ratsam, die Wahl der Druckerei und die Abwicklung der betreuenden Agentur zu überlassen. Gute Agenturen wissen, wie man Offerte interpretiert, wo sich versteckte Kosten verbergen, wo der Druck besonders gut und günstig ist. Sie vergeben über das Jahr große Mengen an Aufträgen und erhalten dadurch besonders gute Konditionen. Dadurch zahlen Sie trotz Handlinggebühren an die Agentur insgesamt oft nicht mehr als beim direkten Kontakt mit der Druckerei – haben aber das Druckmanage­ment und alle Risken ausgelagert.



10. Wie versende ich meine Zeitung?
Schließlich muss noch der Versand geplant werden. Die Abwicklung über Versandfirmen ist meist güns­tiger als der Versand durch interne Mitarbeiter. Sie sollten aber vorab einiges definieren: Können Sie eine Zeitungsnummer beantragen? Das ist an verschiedene Bedingungen (Frequenz, Anzeigenanteil des Mediums usw.) gebunden. Wird Ihnen der Zeitungsversand von der Post gewährt, versenden Sie Ihr Magazin wesentlich günstiger als auf jedem anderen Weg. Auskunft darüber gibt es direkt bei der Post. Auch die Verpackung ist ein wichtiges Thema. Schließlich wirkt die Zeitung als Gesamtheit.
Alles rund um das Thema Content Marketing.
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