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01.12.2014 - Jahres- und GeschäftsberichteJahres- und Geschäftsberichte sind Imageträger der Unternehmen. Gute Texte und ein kreatives Layout reichen da noch lange nicht aus, um Eindruck zu machen. Nur ein wahres Erlebnis für die Sinne garantiert Aufmerksamkeit.

Geschäftsberichte wurden mit dem Siegeszug des Internets schon totgesagt, heute boomen sie wieder – nicht nur bei börsennotierten Unternehmen, die zu ihrer Veröffentlichung verpflichtet sind. Ihr Zweck hat sich im Vergleich zu früher stark verändert. Sie sind nicht mehr vorwiegend dazu da, Zahlen und Fakten, die sonst nirgends auffindbar sind, zur Verfügung zu stellen. Vielmehr sind die regelmäßigen Selbstdarstellungen starke Lebenszeichen eines Unternehmens, das zeigen will: „Seht her, wir sind da, wir sind gut, und wir bleiben sichere Partner für Kunden, Geldgeber und Lieferanten.“

Auch Nachhaltigkeitsberichte behaupten sich mit zunehmendem Erfolg neben den klassischen Jahres- und Geschäftsberichten. All das zeigt: Die Grenzen zwischen den Medien Geschäftsbericht und Unternehmensbroschüre bröckeln. Vor allem Institutionen nutzen ihre Geschäftsberichte zur Vorstellung ihrer Leistungen und damit zunehmend auch als Marketinginstrument.

Die Botschaft – ziehen Sie alle Register
Starke Botschaften müssen auch eindrucksvoll präsentiert werden. Die Lektüre muss nicht nur informieren, sondern zum genussvollen Schmökern werden. Seitenweise durchlaufender Text, nur „aufgelockert“ durch umfangreiche Tabellen mit Zahlen – das geht da wirklich nicht mehr. Dafür gewinnt die grafische Darstellung von inhaltlichen Zusammenhängen auch abseits von Zahlen und Listen an Bedeutung.

Das Konzept – ein durchdachtes Wechselspiel
Text, Bilder, Grafik, Format, Papier, Umfang und Verarbeitung müssen sich zu einem harmonischen Ganzen vereinen. Ein Jahresbericht muss als Gesamtkunstwerk konzipiert werden. So stehen hinter jedem Text immer dieselben Fragen: Wie entfalten sich unsere Botschaften am besten? Wie nehmen die Leser unser Unternehmen rational und zugleich auch emotional positiv wahr? Kernkompetenzen kann man eben als Liste präsentieren oder gut fotografierten Menschen griffige Zitate dazu in den Mund legen.

Das Papier – Wirkung auf den ersten Griff
So wie es für viele Unternehmen essenziell wichtig ist, sich durch schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen zu profilieren, will man das auch deutlich nach außen tragen. Der „natürlich“ grau-raue Look passt aber nicht zu jedem Unternehmen. Heute gibt es schon sehr elegante Papiersorten, die höchsten Umweltansprüchen genügen. Vor allem das Papier für den Umschlag darf auffallen.
Doch Achtung! Haben Sie bei der Entscheidung immer den Rechenstift parat. Die Preisunterschiede zwischen verschiedenen Papierarten sind enorm. Manches Effektpapier kostet ein Vielfaches des glatten weißen Kartons. Da zahlt es sich aus, zu überlegen, ob die gleiche Wirkung nicht auch anders erzielt werden kann.

Veredelung – Erlebnisse für alle Sinne
Druckverdelung bietet die unterschiedlichsten Möglichkeiten: Es wird gestanzt, gerillt, man spielt mit Glanz und/oder samtigen Griffen, Hologramme oder Neonfarben ziehen Blicke auf sich, Prägungen und Metallic-Effekte setzen Akzente, die man sieht und fühlt – nicht nur am Umschlag, oft auch im Inneren des Berichts. Sogar Geruchslack und auf Wärme reagierende Farben kommen zum Einsatz und wecken Emotionen, die Text und Bild allein nicht hervorrufen würden. Für welche Veredelung man sich auch entscheidet: Die Art und Weise, in der ein Druckwerk veredelt ist, bedeutet intensive nonverbale Kommunikation.
Alles rund um das Thema Content Marketing.
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