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21.11.2014 - Video Kurze Filmsequenzen fürs Internet kann jeder Smartphone-Besitzer drehen. Erst die richtige Beleuchtungs- und Aufnahmetechnik macht daraus brauchbare Clips. Die Versuchung, selbst Clips zu drehen, ist groß. Davon zeugen tausende verwackelte Konzertaufnahmen und unscharfe Bilder von Hoppalas im Internet. Wer für sein Unternehmen Aufnahmen für die Weiterverwendung machen möchte, muss sich höhere Standards setzen. Hier ein paar Tipps für Selbstgedrehtes.

Planung ist alles
Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, ein komplettes Videoprojekt selbst abzuwickeln. Wem bei Dreh und Postproduction die Erfahrung fehlt, braucht dafür zu viel Zeit. Sinnvoller ist es, bei der Konzeption durch einen externen Dienstleister gleich zu überlegen, welches Material die PR- oder Marketing­abteilung selbst beisteuern kann. Dadurch lassen sich die Kosten des Projekts wesentlich reduzieren. Kurze Statements der Geschäftsführung oder wichtiger Partner können beispielsweise druchaus selbst aufgenommen werden, wenn man einige Voraussetzungen beachtet. Auch Reden auf einer Veranstaltung lassen sich mithilfe eines fixen Stativs und eines Camcorders relativ leicht mitschneiden.

Mach dem Chef eine Szene
Dafür sollte man sich den Ort, an dem gedreht werden soll, genau ansehen. Wo habe ich genug Licht? Wie hoch ist der Lärmpegel im Raum? Und welcher Hintergrund soll zu sehen sein? Fragen, die sich Tage vor dem eigentlichen Dreh stellen sollten. Sonst gilt die Aufmerksamkeit der Zuseher am Ende vielleicht einem grell gemusterten Vorhang und nicht den Aussagen des Interviewten.
Bei größeren Veranstaltungen ist dagegen der Ton häufig das Problem. Wer etwas Geld in ein Mikrofon investiert, ist auf der sicheren Seite. Viel wichtiger ist, sich einen vom Lärm etwas abgeschirmten Platz für die Interviews zu suchen. Und noch etwas: nicht dazwischenreden. Wer vor dem Ende eines Satzes unterbricht, hat später beim Schnitt Probleme.

Vergeude keine Zeit
Apropos unterbrechen: Das sollen Sie sogar. Nämlich dann, wenn etwas zu langatmig wird. Ewige Monologe streicheln zwar das Ego des Interviewten, ihr Inhalt erreicht den User im Internetzeitalter aber nicht mehr. Kurz, knapp und klar sollten die Aussagen im Idealfall sein.
Das gilt übrigens auch für das Projekt an sich. Ideal für die Verwendung im Netz sind Bewegtbildbeiträge dann, wenn sie schnell zu erfassen und schnell zu konsumieren sind. Viele glauben, darunter leidet die Botschaft. Das ist aber nicht ganz richtig. Sie muss nur anders verpackt werden als bei anderen Kommunikationsformen.
 
Lass dir helfen
Schnitt und Vertonung sind zwei Bereiche, die wesentlich dazu beitragen, dass die knappen Botschaften des Mediums ankommen. Beides sollten deshalb Profis übernehmen. Mit Ausnahme von Interviews wirken selbst gesprochene Texte immer laienhaft. Dagegen hebt ein professioneller Sprecher die Qualität von Videos ungemein. Er verknüpft die gezeigten visuellen Eindrücke mit Informationen zu einer Einheit.
Die Texte für den Sprecher sollten den Bildern Raum lassen und immer genau zum Gezeigten passen. So können keine Text-Bild-Scheren entstehen, die Zuseher leicht verwirren.
Selbst schneiden ist vielleicht noch schwieriger als selbst vertonen. Denn der Schnitt ist eine Art Grammatik der Bildsprache, die man erst erlernen muss. Deshalb sollte man dafür Muttersprachler beschäftigen. Ein paar Tipps reichen also nicht, um sofort einen spannenden Imagefilm zu drehen. Wer kleinere Elemente, wie Interviews, selbst zum Projekt beisteuert, kann aber die Kosten erheblich senken. Probieren Sie’s aus!

Der Gerätepark
Das Smartphone ist das beste Gerät, um Ideen oder unwiederbringliche Ereignisse festzuhalten. Es ist auch für kurze Interviews geeignet, wenn nichts anderes zur Hand ist.
Die Spiegelreflex-Kamera ist ebenso eine gute Wahl, da hier das Filmen meist in HD-Qualität möglich ist. Problem ist jedoch das Verwackeln, weshalb man immer mit einem Stativ arbeiten sollte.
Eine andere Möglichkeit ist ein Camcorder. Dieser ist sicher sinnvoll, wenn PR-­Abteilungen häufiger kurze V­ideosequenzen selbst festhalten wollen. Achtung: Für Profiaufnahmen braucht es Zubehör.


Beispiele
starmuehler

So wie 2013 wurde auch 2014 ein Kurzfilm über den Fachkongress Energie-Architektur produziert. Auch dieser fängt wieder gekonnt die besondere Stimmung zwischen Vorträgen, Diskussionen und dem lockeren Gespräch bei einem Kaffee ein. Neu in diesem Jahr sind die  Statements von Kongressteilnehmern zur Veranstaltung.

Unsere Aufgaben: Konzept, Storyboard, Aufnahme, Schnitt und Einbindung in die Website.
  starmuehler

Mit seinem eigenen Imagefilm zeigt Starmühler, wie man das Medium im Corporate Publishing richtig und ökonomisch einsetzt. Entstanden ist ein kurzweiliger Einblick in den Arbeitsalltag der Agentur, der nun die Webseite belebt, und einen ersten Eindruck der Atmosphäre in der Wiener Corporate Publishing Agentur vermittelt.

Unsere Aufgaben: Konzept, Storyboard, Projektabwicklung und Einbindung in die Webseite.
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