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17.11.2014 - Infografiken Je komplexer Sachverhalte sind, desto schwerer lassen sie sich in Worte fassen. Hier haben Infografiken ihren großen Auftritt.

Wir leben in einer Zeit, in der „Erfassen“ wichtiger ist als „Lesen“ – eine Entwicklung, die auch wissenschaftlich schon mehrfach bestätigt wurde. Inhalte werden viel öfter als Bilder dargestellt, denn in Worte gefasst. Das so genannte informierende Lesen (das, was beim „Überfliegen“ von Zeitungen geschieht) ist sogar zu einer der wichtigsten Lesearten geworden. Wir leben im Zeitalter der Infografik.

Schauen wir mal
Der „visuelle Journalismus“ boomt. Jede Aussage, die man zeigen kann, wird zum Bild. Waren früher für die meisten Menschen Infografiken mit Geschäftsberichten verbunden, sind sie heute wesentlicher Teil jedes Berichts. Das zieht sich über Zeitungen oder das Web bis hin zum Fernsehen, wo kaum eine Nachrichtensendung ohne Grafik-Charts auskommt. Doch heute geht der Trend schon viel weiter. Und je komplexer unsere Welt wird, desto wichtiger werden Infografiken. Mit ihrer wachsenden Bedeutung steigen auch die Designansprüche. War der Blickfang, der den Leser fesseln sollte, früher ein Bild, so übernimmt diese Rolle heute oft schon eine Grafik – innovativ dargestellt und mit einer schnell erfassbaren, im Idealfall überraschenden, Aussage.

Geschichten aus Bildern
Viele Infografiken sind wahre Bildergeschichten, die mit den lange schon üblichen Balken- oder Tortendiagrammen nichts mehr zu tun haben. Sie wecken Emotionen und vermitteln Eindrücke stärker, als es seitenweise Text zu tun im Stande wäre. Und Sie schaffen es, komplexe Themen so aufzulösen, dass man sie schnell und auf mehreren Ebenen gleichzeitig aufnehmen kann.

Tortendiagramm
Nichts zeigt besser, aus welchen Einzelteilen sich eine Gesamtheit zusammensetzt als ein Tortendiagramm. Wir zeigen hier, dass man dabei auch mit runden Bildern arbeiten kann.
Nur die Abgrenzung der Segmente muss klar herausgearbeitet werden. Hier hat unser Grafikteam den Bierdeckel einfach zerschnitten und abfotografiert.

Der Bierdeckel zieht Aufmerksamkeit auf sich und hat direkten Themenbezug.
Bei zu vielen Segmenten (je nach Diagrammgröße ab 5 bis 10) wird die Darstellung unübersichtlich.


Balkendiagramm
Mengenangaben werden über unterschiedlich hohe Balken am bes­ten vergleichbar. Wie viele spannende Darstellungsvarianten es dabei gibt, haben wir in den Beispielen unten illustriert. Die Version mit den verschieden großen Bierflaschen ist sehr gut geeignet, um Leserinteresse zu wecken. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Mengen sind allerdings weniger gut zu erfassen als in klassischen Balkendiagrammen. Die gewählte Darstellungsart sollte immer zum Gesamtprodukt passen. Bei einem sehr klassischen Geschäftsbericht sorgen allzu ungewöhnliche Grafiken beispielsweise eher für Irritation. Unterschiedliche Mengen werden im Balkendiagramm vergleichbar. Hierfür gibt es durchaus  ansprechende Lösungen, wie die Beispiele unten zeigen.

Klassische Balken­diagramme sind am leichtesten erfassbar und sehr gut zum Vergleich von Mengen geeignet.
Sie sind optisch nicht so ansprechend wie bildlastige Lösungen. Kleine Unterschiede in der Balkenlänge bzw. Säulenhöhe sind ebenso problematisch wie die Darstellung sehr unterschiedlich großer Mengen.





Inhalte betonen durch Infografiken
Mit der Darstellungsform einer Infografik kann man auch bestimmte Aspekte einer Aussage betonen. Ist es wichtiger, dass ­man schnell sieht, wieviel Bier in einem bestimmten Land konsumiert wird oder geht es eher um die Mengen an sich? Je nach Fragestellung kann man unterschiedliche Aspekte hervorheben und daran die Art der Infografik wählen.

Darstellungsweisen können inhaltliche Schwerpunkte setzen.
 
Die grafische Betonung einzelner Aspekte kann das Gesamtbild verzerren.
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